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Streckendaten:
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| Eröffnung | 1831 | Pferdebahn |
| seit 1877 | Dampfbetrieb | |
| Spurweite | 900 mm | |
| Länge | 8,3 Km | |
| Route | Zeche Schlebusch (Vereinigte Trappe) - Silschede - Enerke - Harkorten - Hasper Hütte |
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| Stilllegung | 1959 | Anschluß Knorr-Bremse |
| 02.10.1965 | Einstellung Gesamtstrecke |
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Die Silscheder Kohlenbahn (auch Hasper Kohlenbahn)
Name und Entstehung dieser Bahnlinie ist eng verbunden mit dem großen Industriepionier Friedrich Harkort
, der unermüdlich den Transport von Gütern, insbesondere von Kohlen, auf dem Schienenweg propagierte. So gründete er bereits 1829 (sechs Jahre vor der Eisenbahnverbindung zwischen Nürnberg und Fürth) die "Schlebusch - Harkorter - Bahn" als die erste deutsche Eisenbahngesellschaft.
Beginn als Pferdebahn
Es war ein Konsortium zum Bau und Betrieb einer Kohlenbahn mit Pferdebetrieb zur Verbindung der Zeche Schlebusch, später "Vereinigte Trappe" in Silschede mit der Harkortschen Fabrik in Haspe.
Schon ein Jahr später, 1830 war die ca. 8 km lange Strecke fertig, was damals angesichts der schwierigen Geländeverhältnisse eine kleine Sensation darstellte, da Einschnitte gegraben, Brücken gebaut und Dämme aufgeschüttet werden mussten.
Im Bild links eine über 150 Jahre alte Unterführung der Kohlenbahn in Gevelsberg-Silschede, Am Behrenbruch.
(Foto 2008: Privat)
Die 8,3 Km (1 preußische Meile) lange Kohlenbahn hatte ihren Ausgangsort bei der Zeche "Schlebusch" bei Silschede im Sprockhöveler Revier und führte über Wetter-Grundschöttel nach Hagen-Haspe an die Ennepe zur Versorgung des dortigen Hüttenwerkes (Hasper Hütte) mit Steinkohlen. 1832 konnte die Strecke auf ihrer Gesamtlänge eröffnet werden.
Dampfbetrieb
Später wurde die Bahn bis zur Hasper Hütte verlängert (1858). Neben dem
Absatz der Kohlenzeche sollte sie vor allem die Versorgung der
Harkortschen Fabrik mit Kohlen sicherstellen. Während die Erbauer
vergeblich auf Gewinn hofften, profitierte einzig die "Gewerkschaft
Schlebusch" als Eigentümerin des Bergwerks von der Kohlenbahn. So
erwarb denn auch die "Gewerkschaft Vereinigte Trappe" 1846 mit der
Zeche gleich auch die Bahnlinie. 1877 lösten zwei Dampflokomotiven
die Pferde ab. Schon vorher (1856) waren die hölzernen Schienen durch Schienen aus gewalztem Stahl ersetzt worden.

Als die Zechen bei Silschede einen Anschluss an die 1889 eröffnete staatliche Eisenbahnlinie Schee-Silschede
erhielten, verloren sie das Interesse an der Kohlenbahn. Im Jahr darauf wurde der Betrieb eingestellt.
Kurze Zeit später übernahm die Hasper Hütte den unteren Teil der Strecke um bis zur Stilllegung des Hüttenbetriebs im Jahre 1965 Schlacken, Gichtstaub und andere Abfälle zur Schutthalde bei Enerke zu befördern.

Dabei kamen aufgrund der Steigung, welche die Harkortsche Kohlenbahn bewältigen musste, für den Betrieb noch bis in die 1960er Jahre hinein nur Dampflokomotiven
in Frage. Es waren Spezialanfertigungen, die große seitliche Wasserkästen besaßen, da auf vier Kilometern Strecke ca. 2 Kubikmeter (!) Wasser verbraucht wurden.
Den oberen Abschnitt der früheren Kohlenbahn benutzte bis 1959 die Firma "Knorr-Bremse" in Schmandbruch als Werksbahn zum Bahnhof Silschede.
|Quelle: Regionalverband Ruhr - Route der Industriekultur (Bahnen im Revier
)

Kohlenbahn-Denkmal
Die Schienen an der Grundschöttler Straße wurden vor zwei Jahrzehnten abgetragen, der ehem. Tunneleingang zur Unterführung der Ennepetal-Bahn wurde 1993 abgebrochen. Seitdem setzten sich Hasper Heimatfreunde dafür ein, die Silhouette wieder aufzubauen. 1999 sicherten sie sich dafür Steine beim Abbruch der alten Brückenlager in der Eichholzstraße. Auszubildende des städtischen Grünflächenamtes Hagen rekonstruierten im Jahr 2005 den alten Tunneleingang an der Straße "An der Kohlenbahn". Versehen wurde das Denkmal mit einer Infotafel mit den wichtigsten Daten der Kohlenbahn.


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